#36-2018 wmdedgt 2/2018

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Der Tag beginnt am Arbeitsplatz. Der Abbau dauert wegen einer technischen Panne länger als geplant. Wenn eine Software Umgebung etwas länger funktionieren soll dann verwendet man nach Möglichkeit nicht Windows als Betriebssystem.

Um Ein Uhr sperre ich die Haustür auf, 30 Minuten später liege ich im Bett.

Vor dem Akt des zum schlafen umdrehens schaue ich mir noch die Superbowl teaser trailer an.

Um 7:30 starte ich den eigentlichen Tag. Der Baustellenlärm lässt es nicht anders zu.

Nach dem Frühstück und der Morgentoilette rufe ich meine Großmutter an. Die Nichten haben bei ihr übernachtet und die Frau und ich dachten wir besuchen sie um drei mit einem Streich zu erlegen.

Es war eine gute Idee von uns vorbeizuschauen.

Die Nichten waren ein wenig aufgeweckter und meine Großmutter war dementsprechend am Ende ihrer Kräfte. Also haben wir die Mädels einmal zu den Vorkommnissen befragt, die Aussagen abgeglichen und sie dementsprechend gemaßregelt. Die junge Nichte war in dem Fall die Auslöserin. Der fehlt Struktur; z.B. bleibt sie bis nach Mitternacht wach und hat eben Probleme vor der Mittagszeit aufzustehen. Auch an Schultagen.

Aber meine Großmutter plante trotzdem mit den jungen Damen einen Einkauf zu unternehmen, welchen wir ihr abgenommen haben.

Die Frau hat die Kindersitze geholt während ich die Nichten ein wenig strenger angeleitet habe sich fertig zu machen.

Was sich auch durch unsere Einkaufstour zog war der Unterschied zwischen den Beiden. Die Große ist zwar selbstständig, aber schlampig. Der Kleinen fehlt Struktur.

Zum Zeugnis hat sich jede ein Buch ausgesucht.

Trotz der Hektik schienen wir uns alle darüber gefreut wieder etwas gemeinsam zu unternehmen.

Beim Lebensmitteleinkauf hätte ich beinahe einen dieser Futterhunde mit dem Einkaufswagen überfahren. Einmal einer der keinen Laut von sich gibt.

Den späten Nachmittag verbringen wir ruhig. Die Frau legt sich sogar für eine Stunde hin.

Ich lese ein paar Comics und durch meinen Feed Sammler

Später erfahre ich das eine Social Media Bekanntschaft sich überstürzt verabschiedet hat. Die Person reagiert auf keinen mehr und wir machen uns Sorgen.

Den Abend verbringt die Frau vor der Switch und ich beim aufholen im Nitizbuch für mein Kind. Das Thema ist Liebe; wie sie sich äussert, wie sie heilt aber auch verletzt, wo sie beginnt und endet usw.. Was mir zu dem Thema in den Sinn kommt.

Im Bett hole ich bei Kamen Rider Build auf. Die letzten beiden Episoden sind gute und für ein jüngeres Publikum wahrscheinlich gut verständliche Repräsentationen für Post traumatische Erfahrungen und ein Kommentar auf die Tatsache das die Handlung auf der Eskalation von Konflikten beruht, das es aber nicht jeder aus diesen heraus schafft. Zwar hat man sich eine Ausrede einfallen lassen um dem Protagonisten nicht allzu sehr zu beflecken, aber es stirbt jemand durch sein als edel gewertete Handlung; und das Blut lässt sich nicht aus seinem Kopf waschen.

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#5-2018 wmdedgt 1

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

4:45 Tagwache.
Frühstück, Nachrichten überfliegen, Notizen aktualisieren, Zähne putzten, Tritt vom Kind abholen und ab in die Werkstätte.

Dort ist es zu laut. Die Auszubildende ist mir Grantscherm[1] zu fröhlich und Mitteilungsbedürftig und der Kollege am Radio könnte seine Hörgeräte wieder tragen um die Lautstärke des Geräts auf dem immer einer der beschissesten Sender welche das Land zu bieten hat läuft.
Später kommt der Auszubildenden der falsche Satz aus und wir halten Kriegsrat wie man mit der MeToo Situation welche daraus resultieren könnte umgehen sollte. Wir sind körperlich zwar im Jahr 2017, in den Köpfen haben wir seit unserem Dasein abgebaut.
Und dann versteht keiner den Schmäh rund um die Tatsache das der Posten des Vizeabteilungsleiters, abgekürzt „Vize“ nicht mehr in den Gehaltstafeln aufscheint.
„Ich habe schon lange keinen mehr lachen gesehen.“
Stille.
„Wegen der fehlenden Vize.“

Einen Teil des Weges nach Hause bestreite ich zu Fuß. Zwei Straßenbahnen fahren mir davon und die Auszubildende hat denselben Weg. Das muss heute nicht sein.
Sobald Menschen keine Kleidung sondern ein Outfit tragen und nur über Job und Stressumgang reden werden sie Idioten. Man kann als Erwachsener schon über eine rote Ampel gehen wenn tatsächlich keine unmittelbare Gefahr auf der kreuzenden Straße daherkommt, aber wenn Kinder bei der Ampel stehen sollte man sich nicht durch die Gruppe drängen und dem einen Auto nachschimpfen das seine Grünphase doch noch ausnutzen möchte.

Zuhause erwarten mich meine Eltern. Wie haben eine Umbau Verabredung. Das Modem unseres ISP’s wird samt Router in’s Vorzimmer umgesiedelt, ein Netzwerkkabel in die hinteren beiden Räume der Wohnung eingezogen und die Montage einer automatischen Leuchte für den Vorraum sind geplant. Ersteres haut hin. Nur sind die RJ-45 Stecker zu groß für die Ausnehmung am Access Point; wird man kleinere Crimpstecker besorgen. Wieso habe ich mich von diesem Werkzeigfrei zu installierendem Zeug blenden lassen? Dann drängt mir mein Vater einen Arbeitsprozess auf. Der Mann ist ein Handwerksguru, aber manchmal sieht er einfach nicht das man bei bescheidenem Material auch nicht mehr ausrichten kann. Jedenfalls reißen zwei Schrauben aus und ich gehe in die Luft. An meiner Arbeitsstätte traut keiner der Arbeit der unter 50 jährigen. Ständig wächst einem einer der alten Garde aus dem Buckel und spielt einem den DVD Kommentar vor. Das möchte ich von meinem Vater in meiner Wohnung nicht hören. Ich bin ohnenhin im Verband der Männer welche ihren Lebensunterhalt mit ihren Händen bestreiten immer damit beschäftigt meine Statur und Desinteresse am Mann-sein durch Kompetenz auszugleichen, in den vier Wänden die ich Miete möchte ich es tun wie ich will. Ich rede meinem Papa auch nicht drein wenn wir am Haus meiner Mutter basteln.
Bei der Beleuchtung scheitern wir ebenfalls. Tipp für Alle: Beim Lanpenkauf auch immer auf die Präsentationsfläche und das Umgebungslicht/Streulicht achten. Nach Möglichkeit die Hand als Prüffläche verwenden, durch die unterschiedlichen Lichtfarben sieht man meist wieviel von einem Produkt tatsächlich ankommt.
Im Blaumann im Baumarkt lässt mich wie einen Hochstapler wirken. Wir finden zwar keinen Ersatz, holen uns aber Ideen die Sache mit LED Bändern und Türschildern zu verwirklichen. Meine Mutter ist begeistert weil sie eine passende Trinkflasche für unterwegs findet. Wenigstens hatte es sich für Eine ausgezahlt.

Die Familie räumt zusammen und richtet das neue Smartphone meines Vaters ein. Das alte wird ein Bastelprojekt für die Nichten.

Die Frau hat ein Erfolgserlebnis beim Zusammenbau des Hochsessels. Das Ding steht wie ein Bock; die Bekannte welche das Modell als unstabilen Dreck tituliert hat hätte nur zwei Umdrehungen mehr Schmalz in die Schrauben stecken müssen.
Nur wie soll da ein Mensch drin Platz nehmen? Ich kann mir noch nicht vorstellen wie klein ein Mensch nach der Geburt ist, obwohl ich zwei Kinder einen Tag danach und noch viele weitere Male im Arm gehalten habe.

Nach dem Abendessen verabschieden sich meine Eltern. Wir öffnen zwei Pakete die zugestellt wurden. Bambuszahnbürsten und das Netzteil für den SAT-Receiver. Umwelt schützen und Hirn abtragen.

Während im Hintergrund Lewis und später eine Folge Wilsberg dahinplätschert tratschen die Frau und ich über ihren Besuch an Arbeitsplatz. Ihr Ersatz fürchtet sich an der Reputation der Frau zu scheitern. Sogar die Kinder versichern ihr das sie es schaffen wird.

Ich bekomme eine e-Mail von einem Bekannten eines ehemaligen Kollegen. Der betreibt ein CDN (Datenverteilungsnetzwerk) und hätte einen Platz für den Podcast frei.
Den Rest des Abends beschäftige ich mich deswegen mit dem absichern einer WordPress installation und bringe mein Tagebuch auf den neuesten Stand.

Gegen Mitternacht bewegen wir uns ins Bett. Die Frau schläft beim lesen ein; ich bei einer Episode Star Trek-The Next Generation.

[1] Grantscherm = Schlecht gelaunter Mensch

#339-2017 wmdedgt 12

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Um 2:15 falle ich ins Bett und wache um 8:00 von selbst wieder auf. Ich halte die Ruhezeit ein; dementsprechend lange und gemütlich gestalte ich das Frühstück.

Auf dem Weg zur Beschäftigung fällt mir der alte Herren Geruch auf. Für mich ist der bei vielen Männern gleich und heute dürfte ich in ein Neat geraten sein.

Ich hätte ruhig zu Hause bleiben können, die anderen Kollegen haben die geplanten Vorbereitungsarbeiten erledigt, ich arbeite ein paar liegengebliebene Trümmer auf.
Ein Kollege kommt vom Arzt. Sein Herz macht Probleme und er soll doch einen Gang nach unten schalten. Geht ja alles so einfach.
Die Auszubildende redet zu viel.

Bei dem kalten Wetter ist es ratsam vor dem verlassen eines beheizten Ortes die Blase zu entleeren. Meine Schrittgeschwindigkeit auf dem Weg nach Hause ist deswegen höher.

Die Frau ist so lieb und holt mir ein Paket vom Postamt ab. Bücher über die Dänische und Schwedische „Lebensphilosophie“. Vielleicht hilft die Lektüre.
Der Nachbar hat sein Versprechen gehalten und mir Cat7 Kabel und RJ-45 Stecker für ein Bastelprojekt mitgebracht. Wer hat Zeit zu verschenken?

Zu Hause angekommen esse ich schnell zwei Sandwiches und mache mich danach auf den Weg zur Selbsthilfegruppe. Wir sind wenige aber gesprächig. Ein Anwesender erzählt das er aufgegeben hat. Er macht einfach weiter bis es nicht mehr geht. Wir sind Gesellschaftlich darauf gepolt für das Leben zu kämpfen aber ich stimme ihm zu; ich wünschte auch es wäre nie soweit gekommen.
Die Einrichtung welche die Gruppe veranstaltet hat eine Weihnachtsfeier; wir stimmen alle zu teilzunehmen. Ich feiere Weihnachten nicht aber vielleicht kommen Teilnehmer vorbei die ich schon länger nicht gesehen habe.

Vor dem zu Bett gehen schauen wir Jim and Andy auf Netflix.

Ich wünschte ich könnte artikulieren wie sehr es mich verletzt das die Frau jedes Mal flüchtet wenn wir gemeinsam Zeit verbringen könnten. Vor allem nachdem sie mich die letzten zwei Monate ständig davon in Kenntnis setzte wie sehr ich ihr durch meine langen und unregelmäßigen Arbeitszeiten fehle.
Als sie sich über die Ab- und Anreisezeiten ihres Kurzurlaubs beschwert kann ich nicht mehr tun als mit den Schultern zu zucken. Sie kennt ihre Arbeitszeiten und ist darüber informiert schwanger zu sein.

wmdedgt 11/2017

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

4:50 ist Tagwache. Ich konnte durch meinen nicht vorhandenen Tagesrythmus nicht schlafen da mein Körper der Meinung war das es Zeit für Nachtarbeit war.
Der ganze Tag ist geprägt vor meiner Angst vor dem Termin beim Zahnarzt morgen.
Die Frau bekundet mir ihr Mitleid darüber das ich arbeiten gehe; schläft aber zeitnah am beenden des Satzes wieder ein.
Beim Frühstück hole ich mit den Nachrichten auf und mache mir ein paar Notizen in meinen Kalender.

Auf dem Weg an den Arbeitsplatz frage ich mich wie es heute noch 16 Grad warm werden soll.

Am Arbeitsplatz erfahre ich das ich noch zwei Stunden Zeit habe bis die Produktion ankommt. Es werden vier.
In der Zwischenzeit erledige ich das Administrative Zeug das wir jetzt zusätzlich erledigen weil die Automatisierung den Geist aufgegeben hat und niemand die Wolf-Rufe des Serviceanbieters hören wollte. Jetzt kostet es richtig viel Geld und unsere Beine sind billiger. Es ist unnatürlich entspannend. Nebenbei höre ich ein paar Vorträge von der aktuellen Subscribe; eine Podcast Konferenz..

Die Produktion adelt mich als Kompetenten Techniker weil ich Leistungen im Kopf berechne. Selbst als ich ein mit Tischen improvisiertes Regal mit Messern zum Fallen bringe behandelt man mich zuvorkommend.
Später fällt die Motorzugsteuerung aus. Ich versuche dem Techniker der Produktion zu helfen; wir läuten sogar einen Techniker in Australien aus, ich nehme an, dem Bett. Nach vielem hin und her, Frenquenz und Drehfeldmessungen ist es die interne Verkabelung des Racks welche den Fehler verursachte. Ich tausche dem Techniker die Batterie seines Messgerätes; er dachte es wäre Montag und wollte noch ein paar kaufen.
Ich nehme mir ein paar Gutstunden und verlasse den Arbeitsplatz früher.

Nach einer Dusche esse ich ein Sandwich und schlafe eine Stunde.
Den Rest des Abends verbringe ich mit meinem Stapel ungelesener Comics. Dazwischen tratschen die Frau und ich. Das Kind war aktiver als sonst; ich weise es an mit seiner Mutter sorgsam umzugehen.

Gegen neun, nachdem wir gelernt haben das Elektrotherapie noch bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt wird, legen wir uns ins Bett. Die Frau liest noch und ich hole bei Kamen Rider Build und Justice League Action auf.
Ich nehme an das ich gegen 23 Uhr eingeschlafen bin.

wmdedgt 10/2017

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Um 00:30 falle ich ins Bett.
Sieben Stunden später ratscht der Wecker.
Die Frau beginnt den Dienst ebenfalls später. Wir sind Beide noch müde und frühstücken still. Sie liest ein Buch, ich hole ein paar Einträge in meinem Kalendar nach.

Ich entscheide mich für die lange Route zum Arbeitsplatz. Der Weg überschneidet sich mit dem der Frau; wir holen auf der Strecke ein paar Worte auf.

Der Dienst beginnt mit einer Verweigerung meinerseits die fehlerhafte Stundenabrechnung zu unterschreiben. Erst als ich kläre das ich mich deswegen bereits mit der Arbeitnehmervertretung in Verbindung gesetzt habe erkennt mein Vorgesetzter das er mit mir nicht zu diskutieren braucht. Sein Stellvertreter sucht mich später auf und versucht mich mit einer Motivationsrede milde zu stimmen. Ich erläutere das seine Rede Jahre zu spät kommt; ich bin doch einer von denen die flexibel genug sind um der Firma regelmäßig den Arsch zu retten und seit den letzten Lohnanpassungen meine Motivation dahingehend gesunken ist.

Auf der Arbeitsbühne macht sich meine Höhenangst bemerkbar. Man kann sich allerdings lange genug im Zaun halten um die Arbeit abzuschließen.

Auf dem Weg nach Hause kommt es zu einer Verzögerung durch einen Verkehrsunfall. Sechs Straßenbahnen stehen in Reihe. Nach zwanzig Minuten teilt uns der Fahrer mit das es mindestens noch eine Stunde dauern wird bis die Fahrt fortgesetzt werden kann. Es ist sonnig und warm also entscheide ich mich einen Teil der Strecke zu Fuß zu bestreiten. Auf dem Weg durch den halben Bezirk höre ich die Wing Commander Episode vom Spieleveteranen Podcast. Nostalgie ist etwas großartiges; aber ich stimme den Herrn zu, die Erinnerungen daran sind durch die inzwischen verbrachte Lebenszeit zu positiv verzerrt.
In der Straßenbahn sitzten zwei Damen mit geschlossenen Augen nebeneinander. Eine wirkt ruhend, als würde sie die letzten Sonnenstrahen nutzen um ihre Reserven für den anstehenden Winter zu tanken. Die Andere wirkt angespannt, als wäre ihr momentanes Mantra „Die sind Alle nicht da.“

Mit einer Einkaufstour zusätzlich zum Umweg komme ich 90 Minuten später nach Hause.
Die Frau verspätet sich ebenfalls.

Ich dusche lange und heiß.
Nach dem Abendessen setzte ich mich an die Finalisierung der aktuellen Episode meines Podcasts. Mit den Shownotes hadere ich und kontaktiere deswegen den Support unseres Datenverwahrers.

“major_sass”

Die Frau und ich telefonieren lange mit meinem Vater. Nach dessen gesundheitlichen Zwischenfall im Frühjahr standen in den letzten Tagen die zweite Tranche Untersuchungen an und dementsprechend bedrückt war seine Stimmung in den letzten Tagen. Gestern kam dann die letzte Entwarnung. Auch seinen Idioten von Hautarzt hat er endlich ersetzt. Kenne den Herrn und ihm nach zwei Terminen mitgeteilt das ich mit seinen Methoden nicht einverstanden bin.

Ein Fremder aus den unweiten des Internets hat davon Wind bekommen das ich keinen Snes Mini ergattern konnte und hat sich angeboten sein drittes Gerät ohne Aufpreis an mich abzugeben. Ich stimme zu und wir vereinbaren die Übergabe am Telefon. Klingt am Telefon freundlicher als ich ihn mir vorgestellt habe.

Wir gehen uns früh zu Bett.
Wir tratschen noch ein wenig über Erziehungsfragen und wie wir den alten Schwager fragen sollen ob er im Fall unseres Ablebens die Obsorge des Kindes übernehmen möchte.
Die Frau ließt sich in den Schlaf, ich schaue noch ein ein paar Episoden Clone Wars.
Gegen 23 Uhr dürfte ich eingeschlafen sein.

wmdedgt 9/17

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Um 4:45 ratscht der Wecker. Zu der Zeit bin ich allerdings schon wach. Ich habe von einem gewissen Tier geträumt vor dem ich fürchterliche Angst habe; und als mein Schlaflager in diesem Traum von ihren übernommen wurde bin ich aufgewacht. Bin liegen geblieben und habe noch gedöst.
Die Frau ist schon um halb drei aufgestanden. Sie hatte ebenfalls einen anstrengenden Traum und konnte danach nicht mehr die für Schlaf notwendige Ruhe finden.
Wir haben miteinander gefrühstückt, Zähne geputzt und es war einer der wenigen Tage an denen wir miteinander das Haus verlassen. Alles ein wenig ruhiger als sonst weil wir Beide noch ziemlich schlaftrunken waren.

Ich habe die lange Route zu meinem Arbeitsplatz genommen. Das hat mir die Zeit gegeben die aktuelle Episode des The Orbiting Pod Podcasts fertig zu hören und meine Aufholjagd mit dem DOOMian Podcast fortzusetzen.

Der Arbeitstag war zäh aber angenehm. Ein Kollege der berechtigterweise seit längerem in einem Stimmungstal residiert hatte seinen ersten Arbeitstag nach seinem Urlaub; und auch wenn ich die Gründe für sein Handeln nachvollziehen kann, kann ich es nicht mehr hören.
Andere Kollegen sind nervös weil ein gewisser online Shooter veröffentlicht wird und sind zu Beginn des Tages nicht ansprechbar. Bessert sich aber im Laufe des Tages. Ich kann nicht begreifen wieso manche Leute einerseits neues und überraschendes fordern während sie sich Stundenlang erzählen lassen worum es gehen könnte bzw. es definitiv gehen wird; später beschweren sie sich über die mangelnde Originalität des Werkes.
Die neue Auszubildende ist cool. Eine 40 jährige Quereinsteigerin welche allerdings technisches Wissen mitbringt und im Vergleich zu den 20 jährigen Burschen welche wir bisher hatten angenehm selbstsicher ist. Der Wegfall der „menschlichen Komponente“ (bei der ältere Kollegen meinen ihre Lebensweisheiten ungefragt verkünden obwohl sie schon vor Jahren damit aufgehört haben der Realität Guten Morgen zu sagen) nimmt da viel Spannung heraus.

Auf dem Weg nach Hause hole ich ein Paket ab. Die Dame im Paketshop freut sich darüber das ich ihr anbiete die Sendung aus dem Regal zu holen weil ich sie bereits aus dem Augenwinkel gesehen habe.

Zu Hause verbringe ich eine Stunde mit der Frau. Die ist fertig vom fehlenden Schlaf. Wir unterhalten uns über den Entwicklungsstandes des Nachwuchs. Inzwischen könnte dieser unsere Stimmen wahrnehmen. Ich nehme mir vor weniger zu schimpfen. Auch wenn der Fötus noch nicht über die notwendigen Sprachkenntnisse verfügt könnte man es doch als Chance nutzen die eigene Sprache ein wenig zu polieren. Den Dialekt möchte ich nicht los werden, aber weniger blumig könnte er werden.

Abends nehme ich an der Selbshilfegruppe teil. Wir sind weniger als sonst und ein Teilnehmer öffnet sich mir gegenüber weiter als bisher. Aber ich halte mich mit Vorschlägen und Kommentaren zurück. Dazu möchte ich das Gehörte erst verinnerlichen. In dem Moment hatte es sich angefühlt als wäre eine mögliche Antwort nur Kritik, und davon haben wir in der Gruppe schon genug gehört.

Auf dem Weg nach Hause schreibt mir die Frau schreibt mir das sie ins Bett muss. Sie wollte damit warten bis ich zurück bin, ich hatte damit gerechnet das sie früher zu Bett geht.
Ich esse eine Kleinigkeit (nach dem Frühstück meine einzige Mahlzeit an diesem Tag, es wird Zeit an meiner Essstörung zu arbeiten) und lese mich durch den RSS Sammler. Im Hintergrund läuft die Höhle der Löwen; eine der Investitionssuchenden Gruppen besteht aus einer Mutter welche als Autodidakt ein Gerät zur externen Gleichgewichtsmessung für ihre Tochter entwickelt hat. Sie erzählt von den Beratungsgesprächen im Fachmarkt und ich erinnere mich an meine Zeit als Verkäufer in einem solchen und wie mürrisch ich solchen Kunden gegenüber wurde.

Gegen 23 Uhr lege ich mich ins Bett und lasse mich von Final Fantasy XIV-Dad Of Light einlullen.

wmdedgt 8/2017

This entry is outside the norm because it is written in my native tongue, german. It is a “What Do You Do The Whole Day?” post that is written for the fifth of every month.

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Endlich ausschlafen! Seit einer Woche bin ich wieder die meiste Zeit des Tages in meinem professionellen Leben zu finden; und nach all dem Ärger der durch die Hinterfotzigkeit meines Vorgesetzten in meiner Abwesenheit verursacht wurde war ich froh darüber einmal nicht um fünf Uhr aufstehen zu müssen um mir mit Streiten anstatt Arbeiten Geld zu verdienen.

Ausschlafen bedeutet in diesem Fall halb neun.
Die Frau ist bereits um fünf Aufgestanden und hat ein paar Kleidungsstücke meiner Großmutter geändert während sie die erste Staffel von Lucifer im Hintergrund laufen ließ. Wir lassen sie im Hintergrund während des Frühstücks weiterlaufen und mir wird bewusst wie stark die Serie sich in der zweiten Staffel veränderte, und wie viele dieser Änderungen wahrscheinlich durch Jerry Bruckheimer und die CSI Formel zustande gekommen sind. In der ersten Staffel vermittelte man noch ein Gefühl welches näher an der Comic Vorlage (Neil Gaiman’s Sandman und Mike Carey’s Lucifer, beide aus dem Vertigo Verlag) lag, ich schaue die Series noch immer gerne, aber dieser starke visuelle Kontrast mit all den glänzenden Oberflächen ließ die Szenerie wie einen Teil der Hölle wirken und man wunderte sich ob Lucifer nicht eine Unterwelt für eine andere aufgegeben hatte.

Wir sind ein wenig später als geplant bei meinen Eltern angekommen um den Geburtstag meines Bruders nachzufeiern.
Trotz des grauen Himmels und, im Gegenteil zum rest der Woche, angenehmen Temperaturen war die ältere Nichte im Pool, umgeben vom Rest der Familie. Bis auf meinen Vater, der hat sich wieder zum Grillmeister ernannt und am Mittagessen gewerkt.

Meine Mutter hat sich nach Jahren wieder einmal ein Kleid gekauft. Allerdings dürfte das so abgelaufen sein: sie hat das Kleidungsstück an einer Kleiderpuppe gesehen und dabei den doch sehr generösen Ausschnitt übersehen (mit Kleidung kaufen haben wir es in der Familie nicht so; ich kaufe deswegen alles im Internet, da fühle ich mich nicht beobachtet). Also wurde die Frau nach einer Änderung gefragt. Aber es war ein schöner Moment zu sehen das meine Mutter wieder ein wenig „auf sich schaut“; über die letzten Jahre hat sie sich nichts gegönnt.

Nach dem Mittagessen haben sich meine Großmutter und mein Bruder zurückgezogen um zusammen Father Brown zu schauen (die Version mit Ron Weasley’s Papa). Meine Großmutter wegen ehrlichem Interesse an der Serie, mein Bruder um in Ruhe einen Mittagsschlaf zu halten.
Die Frau, die Schwägerin und die ältere Nichte haben sich zum Rasten in die Wiese gelegt und ich habe ein paar Fotos von der Luke Skywalker Figur gemacht welche ich mir von der heurigen San Diego Comic-Con habe schicken lassen.

luke_1

luke_2

Wurde leider nicht besser, irgendwie bin ich gestern nicht in den Groove gekommen. Dazu kam auch noch das die ältere Nichte mich an die Fuji XT-2 erinnert hat, und ich im Hinterkopf immer die Grenzen hatte welche mir meine Ricoh GR auferlegt. Auch wenn ich die GR sehr mag weil ich ja aus der „Street Photography“ Ecke komme, die Fuji hat doch einige Blockaden aus dem Weg geräumt.

Ich habe mich also dem Gespräch der Damen angeschlossen und dabei mehr über die Probleme der Schwägerin mit ihrem Ex und dessen Erziehungsmethoden des gemeinsamen Kinds, der jüngeren Nichte, erfahren. Es hat mir wieder einmal klargemacht wie unfair es ist von Menschen welche ein Kind adoptieren möchten Standards zu verlangen während man selbst ohne diese Erfüllen zu müssen ein Kind in die Welt setzen kann. Und da nehme ich mich selbst nicht aus, vor zwei Wochen hat sich der Tumorverdacht bei meiner Frau als Verletzung der Gebärmutter herausgestellt. Und der Leibesfrucht gehts auch gut. Die Zustellung erfolgt im kommenden Frühjahr. Ich bin ja immer noch der Meinung das man mir kein Kind länger als über ein Wochenende anvertrauen sollte. Schauen wir einmal wie es ein Leben lang funktioniert.

Ein wenig Foto-Groove kam doch noch zustande als die ältere Nichte, die Frau mein Bruder und mein Vater „Wasserball“ gespielt haben. Da waren schon ein paar dramatische Momente dabei.

Abends kam die jüngere Nichte dazu und wir versuchten Kakerlakensalat und Machi Koro zu spielen. Die Runde Kakerlakensalat war recht schnell vorbei und bei Machi Koro kamen uns technische Schwierigkeiten am Computer meines Vaters dazwischen und man wollte die Partie nicht ohne mich bestreiten. Stattdessen lauschten wir den Geschichten über die Erlebnisse der jüngeren Nichte und staunten darüber wie groß unsere Beiden Mädels geworden sind. Die ältere Nichte überragt uns wahrscheinlich in einem Jahr.

Die Gruppe löste sich am frühen Abend langsam auf und nach einer letzten Runde im Pool fragte mich die Frau ob wir uns auf den Weg machen könnten weil sie Bettschwer war.

Ich habe die Fotos bearbeitet und nebenbei die dritte Voltron Staffel geschaut. Ich wusste nicht das diese in zwei Blöcken veröffentlich wird; was meiner Meinung nach das Timing ein wenig verhaut. Außerdem begräbt die Serie recht schnell eine großartige Idee, was allerdings verständlich ist weil man auch einem jüngeren Publikum gefallen möchte. Oh, und Sven ist auch mit dabei, was wahrscheinlich nur Voltron Kennern etwas sagt.
Da ich Voltron’s sieben neue Episoden gegen 22 Uhr geschafft hatte, dachte ich mir ich probiere eine Empfehlung einer Internet-Bekanntschaft aus die es nun auch bei uns auf Netflix gibt; I’ts okay, it’s love. Auch wenn ich japanische Serien und Filme mag habe ich meine Probleme mit südkoreanischer Fernsehkost. Die wirkt für meinen Geschmack zu steril. Und ich habe den Eindruck das die mit mehr als 25 Bildern pro Sekunde arbeiten weil die Personen in Bewegung unnatürlich wirken.

Als mir zum x-ten Mal die Augen zugefallen sind habe ich beschlossen es für heute bleiben zu lassen und mich zur Frau ins Bett gelegt.