wmdedgt 8/2017

This entry is outside the norm because it is written in my native tongue, german. It is a “What Do You Do The Whole Day?” post that is written for the fifth of every month.

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Endlich ausschlafen! Seit einer Woche bin ich wieder die meiste Zeit des Tages in meinem professionellen Leben zu finden; und nach all dem Ärger der durch die Hinterfotzigkeit meines Vorgesetzten in meiner Abwesenheit verursacht wurde war ich froh darüber einmal nicht um fünf Uhr aufstehen zu müssen um mir mit Streiten anstatt Arbeiten Geld zu verdienen.

Ausschlafen bedeutet in diesem Fall halb neun.
Die Frau ist bereits um fünf Aufgestanden und hat ein paar Kleidungsstücke meiner Großmutter geändert während sie die erste Staffel von Lucifer im Hintergrund laufen ließ. Wir lassen sie im Hintergrund während des Frühstücks weiterlaufen und mir wird bewusst wie stark die Serie sich in der zweiten Staffel veränderte, und wie viele dieser Änderungen wahrscheinlich durch Jerry Bruckheimer und die CSI Formel zustande gekommen sind. In der ersten Staffel vermittelte man noch ein Gefühl welches näher an der Comic Vorlage (Neil Gaiman’s Sandman und Mike Carey’s Lucifer, beide aus dem Vertigo Verlag) lag, ich schaue die Series noch immer gerne, aber dieser starke visuelle Kontrast mit all den glänzenden Oberflächen ließ die Szenerie wie einen Teil der Hölle wirken und man wunderte sich ob Lucifer nicht eine Unterwelt für eine andere aufgegeben hatte.

Wir sind ein wenig später als geplant bei meinen Eltern angekommen um den Geburtstag meines Bruders nachzufeiern.
Trotz des grauen Himmels und, im Gegenteil zum rest der Woche, angenehmen Temperaturen war die ältere Nichte im Pool, umgeben vom Rest der Familie. Bis auf meinen Vater, der hat sich wieder zum Grillmeister ernannt und am Mittagessen gewerkt.

Meine Mutter hat sich nach Jahren wieder einmal ein Kleid gekauft. Allerdings dürfte das so abgelaufen sein: sie hat das Kleidungsstück an einer Kleiderpuppe gesehen und dabei den doch sehr generösen Ausschnitt übersehen (mit Kleidung kaufen haben wir es in der Familie nicht so; ich kaufe deswegen alles im Internet, da fühle ich mich nicht beobachtet). Also wurde die Frau nach einer Änderung gefragt. Aber es war ein schöner Moment zu sehen das meine Mutter wieder ein wenig „auf sich schaut“; über die letzten Jahre hat sie sich nichts gegönnt.

Nach dem Mittagessen haben sich meine Großmutter und mein Bruder zurückgezogen um zusammen Father Brown zu schauen (die Version mit Ron Weasley’s Papa). Meine Großmutter wegen ehrlichem Interesse an der Serie, mein Bruder um in Ruhe einen Mittagsschlaf zu halten.
Die Frau, die Schwägerin und die ältere Nichte haben sich zum Rasten in die Wiese gelegt und ich habe ein paar Fotos von der Luke Skywalker Figur gemacht welche ich mir von der heurigen San Diego Comic-Con habe schicken lassen.

luke_1

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Wurde leider nicht besser, irgendwie bin ich gestern nicht in den Groove gekommen. Dazu kam auch noch das die ältere Nichte mich an die Fuji XT-2 erinnert hat, und ich im Hinterkopf immer die Grenzen hatte welche mir meine Ricoh GR auferlegt. Auch wenn ich die GR sehr mag weil ich ja aus der „Street Photography“ Ecke komme, die Fuji hat doch einige Blockaden aus dem Weg geräumt.

Ich habe mich also dem Gespräch der Damen angeschlossen und dabei mehr über die Probleme der Schwägerin mit ihrem Ex und dessen Erziehungsmethoden des gemeinsamen Kinds, der jüngeren Nichte, erfahren. Es hat mir wieder einmal klargemacht wie unfair es ist von Menschen welche ein Kind adoptieren möchten Standards zu verlangen während man selbst ohne diese Erfüllen zu müssen ein Kind in die Welt setzen kann. Und da nehme ich mich selbst nicht aus, vor zwei Wochen hat sich der Tumorverdacht bei meiner Frau als Verletzung der Gebärmutter herausgestellt. Und der Leibesfrucht gehts auch gut. Die Zustellung erfolgt im kommenden Frühjahr. Ich bin ja immer noch der Meinung das man mir kein Kind länger als über ein Wochenende anvertrauen sollte. Schauen wir einmal wie es ein Leben lang funktioniert.

Ein wenig Foto-Groove kam doch noch zustande als die ältere Nichte, die Frau mein Bruder und mein Vater „Wasserball“ gespielt haben. Da waren schon ein paar dramatische Momente dabei.

Abends kam die jüngere Nichte dazu und wir versuchten Kakerlakensalat und Machi Koro zu spielen. Die Runde Kakerlakensalat war recht schnell vorbei und bei Machi Koro kamen uns technische Schwierigkeiten am Computer meines Vaters dazwischen und man wollte die Partie nicht ohne mich bestreiten. Stattdessen lauschten wir den Geschichten über die Erlebnisse der jüngeren Nichte und staunten darüber wie groß unsere Beiden Mädels geworden sind. Die ältere Nichte überragt uns wahrscheinlich in einem Jahr.

Die Gruppe löste sich am frühen Abend langsam auf und nach einer letzten Runde im Pool fragte mich die Frau ob wir uns auf den Weg machen könnten weil sie Bettschwer war.

Ich habe die Fotos bearbeitet und nebenbei die dritte Voltron Staffel geschaut. Ich wusste nicht das diese in zwei Blöcken veröffentlich wird; was meiner Meinung nach das Timing ein wenig verhaut. Außerdem begräbt die Serie recht schnell eine großartige Idee, was allerdings verständlich ist weil man auch einem jüngeren Publikum gefallen möchte. Oh, und Sven ist auch mit dabei, was wahrscheinlich nur Voltron Kennern etwas sagt.
Da ich Voltron’s sieben neue Episoden gegen 22 Uhr geschafft hatte, dachte ich mir ich probiere eine Empfehlung einer Internet-Bekanntschaft aus die es nun auch bei uns auf Netflix gibt; I’ts okay, it’s love. Auch wenn ich japanische Serien und Filme mag habe ich meine Probleme mit südkoreanischer Fernsehkost. Die wirkt für meinen Geschmack zu steril. Und ich habe den Eindruck das die mit mehr als 25 Bildern pro Sekunde arbeiten weil die Personen in Bewegung unnatürlich wirken.

Als mir zum x-ten Mal die Augen zugefallen sind habe ich beschlossen es für heute bleiben zu lassen und mich zur Frau ins Bett gelegt.

wmdedgt 7/2017

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Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Um 7:40 gebe ich das dösen auf. Wir befinden uns gerade in einem Ferienhaus im Süden Österreichs; das Haus an sich ist gemütlich, allerdings liegt es an einer Zubringerstraße der lokalen Inustrie. Das Verlehrsaufkommen ist nicht störend intensiv gewesen, im Haus klingt das Geräusch eines vorbeifahrenden Fahrzeugs nicht nach diesem satten Rooooaaarm mit dem man den Doppler Effekt erklären kann, sondern wie eine dumpfe Aufnahme eines vorbeifahrenden Fahrzeugs welche man ein paar Mal mit einem .mp3 codec auf niedriger Qualitätsstufe komprimiert hat.

Die Frau ist zwei Stunden vor mir aufgestanden. Sie hat die Zeit genutzt um den Sonnenaufgang zu dokumentieren.

Meine Allergien gegen bestimmte Teile der hießigen Fauna macht sich heuer stärker bemerkbar als in den letzten beiden Jahren. Meine Nase ist entweder verlegt oder lässt einfach Sekret durch als wäre morgen globale Sperrstunde.
Am Ende des Tages wird meine Nase aussehen als hätte ich einen auf meine Nase beschränkten Sonnenbrand.

Gegen 8:30 haben wir uns auf eine Wanderung aufgemacht. Meine Nase ließ mir zum Glück genug Freiraum um der Kulisse genügend Aufmerksamkeit zu widmen.
Dabei ist mir aufgefallen das die vielen leblosen Maulwurfkörper welche wir bei der gestrigen Wanderung gesehen haben vom Beginn der Wanderrouten verschwunden waren. Alle großen Wanderpfade in der Region beginnen nach dem durchqueren eines Pfades an welchem man über die diversen anderen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten in der Region informiert wird. Spannend das keines der aufgestellten Schilder beschädigt ist, der Pfad führt nämlich durch Weideland.
Natürlich haben wir auch eine Gruppe Kühe angetroffen und ja, ich hatte ein ungutes Gefühl durch die diversen Geschichten üner Wanderer welche durch die Hufe verschreckter Tiere ums Leben gekommen sind. Trotzdem bin ich in großem Abstand zu der Gruppe für ein paar Minuten verweilt und sah den Tieren beim graßen zu; bis ein Tier sich von der Gruppe losgerissen hat und durch das offene Zauntor in unseren Bereich der Weide eintrat. Dort verweilte sie und fixierte mich. Habe das als meine Bühnenanweißung für den Abgang verstanden und habe zu meiner Frau aufgeholt.
Ebenfalls interessant waren die vielen Schmetterlinge in der Gegend. Und amüsiert waren wir als wir eine Traube von ihnen versammelt am Boden erblickt haben und uns fragten was denn dort sei. Auf dem Rückweg war derselbe Fleck Weg immer noch sehr gut besucht, nur haben sich diesmal die Schmetterlinge durch uns so irritiert gefühlt das sie den Platz verlassen haben und den kleinen Haufen Exkrement freigaben den sie belagerten.

schmetterling

Auf dem Weg zurück sind wir an einem dieser Holzfäller-Robotern vorbeigekommen welchen ich auf Video festgehalten habe.

Und hier ist ein kurzes Video (20sek.) welches ich mit FilmicPro im Log Farbraum  (Kontrast- und Farbintensitätsarm) aufgenommen habe um es später zu „graden“ (Farbgebung und Belichtung korregieren).

Und hier ist der Vergleich der Beiden Version (40sek.) in einem Video zusammengefasst.

Obwohl diverse Wettervorhersagen uns davor gewarnt haben länger als bis 11:00 draußen zu bleiben, scheint das das lokale Wetter nichts von den prophezeiten Gewittern gewusst zu haben. Wir haben uns deswegen recht zeitig auf den Rückweg gemacht und dafür länger in der nähe der Ferienhaussiedlung herummarschiert.
Die Frau hat dann aber über ihren geschwillenen Fußballen geklagt und mir haben die Beine auch schon weh getan, also sind wir endtgültig wieder in unsere Mietbehausung zurückgekehrt.

Wir haben uns ein paar Spiele eingepackt und entschieden uns dafür einen Spielenachmittag zu veranstalten. Der ganze Nachmittag ist es dann doch nicht geworden, aber wir konnten nach langem Anlauf endlich Love Letter ausprobieren, welches besser funktioniert als ich angenommen habe. Bin doch am überlegen ob ich diese Sci-Fi Version mit Plot deren Name ich vergessen habe auch zulege.
Nachdem die Frau drei Mal gewonnen hat haben wir eine laaaaaange Partie Machi Koro gespielt; mit beiden auf deutsch erschienenen Erweiterungen. Da hat die Frau mich ebenfalls in meine Schranken gewießen weil ich zu lange mit diversifizieren und Geld verdienen beschäftigt war und auf die Großbauprojekte vergessen habe.
Die Motivation zu spielen hat uns allerdings beide verlassen als wir uns die Anleitung zu Elder Sign zu Gemüte geführt haben. Auch wenn all die H.P. Lovecraft inspirierten Spiele von Fantasy Flight mit sehr guten Regeln versehen sind war es uns in dem Moment einfach ein zu großer Zerebraler Aufwand das jetzt verstehen zu müssen. Man darf gespnnt sein wie lange es noch verpackt bleibt.

Den Rest des Nachmittags haben wir jeder lesend verbracht. Die Frau auf der Terasse, ich durch die Allergie bedingt im Haus.
Die Frau widmete sich dem neuen Buch des Percey Jackson Autors…..Rick Riordan und ich hatte bedingt durch den Mittwoch den Veröffentlichungstag für neue US Comics. Habe mich dann auch gleich durch meine digital erworbenen Titel gelesen und Kurzfezessionen verfasst welche ich manchmal bei Instagram poste (zur Ansicht habe ich die gestrigen mit einem eigenen Tag versehen, zu sehen hier.
Nach den Comics habe ich mich J.W. Rinzlers Blog über seine Zeit bei Lucasfilm gewidmet. Also, den Einträgen welche er bisher veröffentlicht hat. Ich mag seine Art zu schreiben weil ich im Moment auch seine Making Of Bücher zu den Star Wars Filmen IV bis VI lese, wo man mit Sicherheit viel zu viel über die Entstehungsgeschichte dieser Werke erfährt aber es ist einfach spannend zu erfahren was hätte sein können.

Einer meiner vier Onkel hat mich am frühen Abend kontaktiert um zu fragen ob ich interesse daran hätte eine Kamera für die Internetpräsenz des Unternehmens für das er arbeitet zu testen. Niemand sonst hätte Urlaubsbedingt die Zeit und wir haben uns schon so lange nicht mehr zum Fachsimpeln (soweit das mit meinem beschränktem Wissen überhaupt möglich ist). Freitag werde ich mir das Testmuster abholen.

Am frühen Abend wollte ich mein physisches Tagebuch auf den letzten Stand bringen. Zum Glück habe ich zwei Füllfedern mitgebracht; eine hatte ich gestern leer geschrieben. Allerdings hat die Lamy Safari die ich immer als Zweitschreibgerät im Rucksack habe ein wenig gebockt. Könnte ich wieder einmal gründlich reinigen, dabei habe ich sie mit Noodler’s Heart Of Darkness befüllt da diese UV und Wasserbeständig ist und auch bei längerer Lagerzeit pfleglich verhält.

Die Frau hat sich früher hingelegt um für die morgige Heimfahrt fit zu sein während ich den mobilen Router genutzt habe um meinen Star Trek Marathon bei netflix fortzusetzen. Wurde dafür mit einer Leutnant Barklay Episode belohnt. Ich mag Dwight Schultz. Als Kind konnte ich nicht darauf warten endlich Gehiemratsecken zu bekommen weil ich seine Rolle als Murdock vom A-Team so toll fand.
Der Router hat dann aber warum auch immer aufgegeben und um den Tag ausklingen zu lassen, habe ich endlich den Zyuohger Circus Panic Film, den ich warum auch immer auf meinem Telefon gespeichert habe, geschaut. Auch wenn ich das neue Super Sentai Team (das japanische Franchise auf dem Power Rangers basiert) mag hätte mich ein zweites Jahr mit den Zyuohgers nicht gestört.

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wmdedgt 6/2017

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Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Die Frau hatte darauf vergessen ihren Wecker abzuschalten; ich allerdings auch. Zum Glück waren wir Beide geistig präsent genug um nicht dem Reflex den Tag um Fünf zu starten nachzugeben und drehen uns zum weiterschlafen um. Die Frau hält bis sieben Uhr durch, ich schaffe es bis halb acht; allerdings mit Unterbrechungen.

Die Frau nutzt die Zeit und fertigt einen Polsterbezug für den runden Geburtstag ihrer Stief-Oma. Wir Frühstücken miteinander. Währenddessen beginne ich damit den Sammelband mit den Nachdrucken der Nachdrucke der Star Wars Newspaper Comics von Dark Horse zu lesen. Die Frau hatte sich „Oz the Great and Powerful“ aufgedreht. Wir unterhalten uns über die Rallye bei welcher ihr Bruder/mein Schwager im kommenden Monat teilnehmen wird; genauer gesagt darüber welche Dachgallerie wohl die optimale für sein Geländefahrzeug ist, die wird nämlich sein Geburtstagsgeschenk von uns an ihn. Außerdem wundern wie uns wie Sam Raimi das Oz Prequel produzieren konnte und wieso man immer noch Ungustl Franco nachrennt.

Nach dem Frühstück putzen wir uns die Zähne und holen das Duschen nach (wir waren gestern beide faul). Die Frau ist so nett und massiert mir meine linke Schulter. Es ist wohl wieder soweit einen Experten dafür aufzusuchen.

Die Frau machte sich mittags zu einem Familientreffen auf, ich habe mich im Vorfeld bereits entschuldigen lassen. Nach den letzten beiden Wochen brauchte ich einen Tag fern anderer Menschen um ein wenig zu regenerieren.
Ich schaltete Star Trek: The Next Generation ein und setzte mich ans Tagebuch.

Die Frau kam am frühen Nachmittag wieder zurück. Wir haben zusammen gegessen und kuschelten uns danach auf der Couch zusammen.
Star Trek lief währenddessen immer noch. Wir haben im Gespräch über eine der Episoden festgestellt, das wir wohl mit Warp-Geschwindigkeit aus dem aktiven Dienst bei der Sternenflotte fliegen würden, da wir die oberste Direktive bei jeder technologisch unterentwickelten Kultur ignorieren würden um blauäugig Replikatoren zu verteilen als gäbe es kein Morgen; wohlwissend das sich die Beschenkten wohl alsbald einen Paradigmenwechsel durch gegenseitig lebensgefährlich verletzendem Verhalten herbeiführen würden.

Währenddessen hat eine Bekannte um moralische Assistenz von der Frau gebeten. Die Beiden vereinbarten ein Treffen am frühen Abend.
Bis dahin haben wir nach T-Shirt Schnitten für unsere Nichten gesucht und eine Liste mit den zu erledigenden Dingen für morgen geschrieben.

Nachdem die Frau zum zweiten Mal ausgerückt war, setzte ich mich an den Rechner um eine streaming Möglichkeit für den Podcast den ich co-Moderiere auszuprobieren. Überraschenderweise hatte der Testaufbau kein einziges unvorhergesehenes Problem verursacht und ich konnte meinem co-Moderator einen positiven Bericht senden.
Die gesparte Zeit habe ich für das abarbeiten des Comic-Stapels genutzt.
Nachdem der wieder auf eine erträgliche Höhe geschrumpft war (und ich meiner Meinung zu Jeff Lemire’s Moon Knight run in einem Selbstgespräch Luft gemacht habe) habe ich eine Partie Deathstate beendet, die ich letzte Woche begonnen habe (endlich habe ich das Spiel mit dem Kürbiskerl durgespielt) und nachher ein paar Episoden Sketch History geschaut; das wollte ich schon lange machen weil mir die Sendung die Laune bei einem längeren Abbau bei dem vieles schief gegangen war gerettet hat und ich es durch Zufall am nächsten Tag auf Netflix gefunden hatte.

Gegen Mitternacht war die Frau wieder zurück; und nach einer zweiten Runde Zähneputzen landeten wir wieder im Bett. Sie laß noch ein paar Zeilen, ich versuchte mein japanisch ein wenig aufzubessern während ich bei Kamen Raider Ex-Aid aufholte. Wir haben es Beide nicht geschafft zehn Minuten bei der Sache zu bleiben.
Aber wir sind wir auf Nummer sicher gegangen und haben die Wecker für unseren zweiten freien Tag ausgeschalten.

wmdedgt 5/2017

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Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Der Tag beginnt um 7:30 als mich die Frau auf meinen Wunsch hin weckt. Ich tratsche mit ihr während sie sich auf den Weg in den Arbeitsplatz vorbereitet.
Gegen acht verlässt sie die Behausung; kurz darauf bittet ein Mitarbeiter der Post um Einlass ins Haus. Das Droiden Set zum 40 Jahr Jubiläum von Star Wars mit R2D2 und C-3PO das mir ein Bekannter in Disney World gekauft hat ist da! Nach der anfänglichen Euphorie folgt die Ernüchterung, dem Disney Konzern zu viel Geld für ein nicht gerade tolles Produkt überlassen zu haben. 3PO sieht aus als hätte er geschwollene Lippen und die durch ein paar spritzer braune Farbe angedeutete Witterung des Wüstenplaneten Tatooine wirkt lieblos.
Ich lege die Beiden zu den anderen Star Wars Figuren und wasche mir die Hände in Vorbereitung aufs Frühstück.

Während des Frühstücks bringe ich mein „Logbuch“ auf den neuesten Stand und trage ein paar Termine und Arbeitszeiten nach. Währenddessen erhalte ich zwei Anfragen zu einem Spiel das ich auf einer lokalen Flohmarkt Plattform anbiete. Nach der Beantwortung beider Anfragen öffne ich den FeedReader. Hayao Miyazaki scheint anscheinend sein Rezept gegen den Pensionsshock gefunden zu haben: einfach nicht zu arbeiten aufhören. Der Mann hat anscheinend die digitalen Animationstechniken für sich entdeckt und jemand hat eine Dokumentation dazu gedreht. Das Werk heißt Never Ending Man [Link] und wird hoffentlich gut zu The Kingdom Of Dreams And Madness passen, welches Miyazaki-sama bei der Arbeit zu Der Wind Hebt Sich zeigt.

Beim Zähneputzen kommt mir eine Idee: später treffe ich noch jemanden der mir einen der von uns aussortierten Rucksäcke abkaufen möchte. Eigentlich hatte ich geplant den Rucksack in einer Papiertragetasche eines Möbelhauses zu transportieren, doch ich müsste trotzdem mein Werkzeug gesondert in einem zweiten Rucksack mitnehmen. Also habe ich nur das Nötigste in einen Tornister gepackt der klein genug ist um in dem zu verkaufenden Rucksack untergebracht zu werden.

Um zehn mache ich mich für den Tag in der Außenwelt bereit. Zum ersten Mal seit elf Jahren lege ich wieder eine Armbanduhr an. Ein irritierendes Gefühl das mich da durch den Tag begleitet, aber ich lerne den Vorteil nicht immer das Telefon aus der Tasche ziehen zu müssen um die Zeit zu prüfen über den Tag zu schätzen.
Außerdem sieht der Casio Wecker aus, wie aus einer moderneren Version von Dick Tracy.
Als ich mir die Schuhe anziehe meldet sich die ältere Nichte. Sie ist krank und Mike Singer kommt im Herbst wieder in Wien vorbei. Ich nehme an sie möchte mir durch die Blume mitteilen das ich mir da Zeit nehmen soll um sie Begleiten zu können.
Aja, neben einer neuen Uhr trage ich eine neue Jeans; eine mit diesem engeren Schnitt. Schaut gut aus, wird bei längerem sitzen unbequem.

Bevor ich am Arbeitsplatz auftauche, hole ich mir noch schnell den neuen Personalausweis beim Bezirksamt ab. Ich habe ja eine Stunde eingerechnet falls wie bei der Antragstellung ein paar mehr Leute deren Service in Anspruch nehmen; brauche allerdings nur zehn Minuten weil man für die Abholung keine Nummer ziehen muss.
Die gewonnene Zeit nutze ich für einen Spaziergang und beobachte dabei meine Mitmenschen: ein Mann schiebt einen Einkaufswagen beladen mit Ästen über einen Bahnsteig. Er spricht bis auf mich alle anderen Menschen auf dem Bahnsteig an; bei mir kritisiert er die Kopfhörer. Nach dem Bettler der mich dafür kritisiert hat keinen Fünf Euro Schein eingesteckt zu haben ist das vielleicht gar nicht so schlecht; ich habe wieder nur Kleingeld dabei.
Viele Barträger mit Haarknödel sind unterwegs. Einen verwechsele ich durch den beigefarbenen Mantel inklusive Schulterpolster mit einer Tante von mir. Zum Glück sehe ich ihm ins Gesicht bevor ich sie grüßen möchte und fange die Peinlichkeit mit einem Lächeln ab.
Ich beschließe noch schnell ein paar Lebensmittel für den anstehenden Dienst einzukaufen. Die Dame an der Kasse versucht einem älteren Herren klar zu machen das sie kein Stanley Messer (lokaler Begriff für Teppichmesser) hat. Ich muss schmunzeln weil es mich an die Schulzeit erinnert als wir im Werkunterricht ein Stanley Messer bekommen haben und damit einen älteren Herrn bedroht haben welcher sich in den Büschen nahe der Schule aufgehalten hat. Zwei Tage zuvor wurden wir darüber informiert das sich seit einiger Zeit ein älterer Herr in besagten Büschen aufhält und Kinder anspricht.

Trotz Umweg erscheine ich viel zu Früh am Arbeitsplatz. Nutze die Zeit um in Ruhe zu essen. Der Plan wird aber durch den Abteilungsvize durchkreuzt. Der will ein paar Vorschläge für Themen haben welche wir im kommenden Englischkurs abhandeln können. Tenses und Tools fallen mir spontan ein.

Als mein Dienstkollege eintrifft macht er sich erst einmal Luft über seinen Unmut unserem Chef gegenüber. Zurecht. Bei der nächsten Gelegenheit werden wir ihn auf die Probleme in der Abteilung ansprechen und eine Lösung einfordern.

Ein Kollege von der Ton Fraktion klärt mich über die Mythologie hinter Māui, bekannt aus Disney’s Moana, auf. Ich frage mich ob wir jemals einen Disney Film über ihn bekommen der auch seinen Tod abhandelt.

Der Rucksackkäufer verspätet sich, ist aber ein netter Kerl. Wir einigen uns auf einen einen Preis welcher Zwar unter meinen Vorstellungen liegt, aber ich möchte den Rucksack nicht wieder nach Hause mitnehmen und primär geht es darum Platz zu schaffen.

Meine Frau ist so nett und holt mir zwei Pakete vom nächsten Postamt ab. Desinfektionsmittel um meine Zwangsstörung zu befeuern.

Die Show ist schlecht besucht. Da ich mich nur um die Stromversorgung kümmern muss habe ich den Luxus nebenbei die Rogue One blu-ray einlegen zu können und den Kommentar von Red Letter Media zu hören. Der Film ist zu viel des Guten. Aber ich mag die Figuren die dazu erschienen sind.
Nach einem langen Kontrollgang schaue ich noch ein zwei Episoden der koreanischen Version von Midnight Diner. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich diese Version der japanischen Vorziehe oder nicht.

Der Dienst läuft ohne gröbere Probleme ab; ein paar Verständigungsprobleme welche man aber mit „Hand und Fuß“ lösen kann.
Der Abbau ist eine halbe Stunde früher zu Ende als geplant und ich gönne mir ein Taxi mit dem Geld vom Rucksackverkauf.
Kurz nach Mitternacht falle ich ins Bett.

wmdedgt 4/2017

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Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Der Tag beginnt eine Stunde später als geplant. Zuerst denkt man natürlich der Fehler liegt beim Smartphone und realisiert mit zunehmendem Bewusstsein „Habe ich im Taumel Snooze oder Stop berührt?“
Die Stimmung ist vom Vortag geblieben, man ist mürrisch. Das wirkt sich wunderbar auf die Zwangsstörung und Depression aus, was die Zubereitung des spartanischen Frühstücks unnötig lang gestaltet. Während des Frühstücks sondiert man die Beute welche der RSS Sammler einem mitgebracht hat und aktualisiert den analogen Kalender; ein Traum wenn man einen neuen Sharpie „Fineliner“ hat.
Eine Dusche und geputzte Zähne verbessern die Stimmung auch nicht. Mit den 60 Minuten extra wollte ich mich wieder einmal vor die Spielestation setzen. Horizon: Zero Dawn, Persona 5 und Hyper Light Drifter stehen auf der Liste.

Als Alternative nutze ich die restliche Zeit um die Fotos der letzten Tage zu katalogisieren. Während der Sicherung des Kataloges werfe ich eine Blick auf die Preise von Adobe’s Creative Cloud und beschließe dem aktuellen Lightroom eine Chance zu geben. Der Installationsprozess und die Aktualisierung des Kataloges dauert natürlich länger als angenommen. Ich überbrücke die Wartezeit mit Musik. Ist schon eine Weile her das ich lauter hören durfte und mein Medienwiedergabegerät verwöhnt mich mit zu meiner Stimmung passenden Vibrationen: Meshuggah, Carcass, Cathedral, Big Elf, Ahab, Mayhem; aufbauende Töne.Lightroom wird mit seinen Vorgängen gerade fertig als es für mich Zeit ist mich auf den Weg zum Job zu machen. Zum Glück quittiere ich einen Wecker den ich als Erinnerung gestellt habe nicht, ich treffe später noch eine Käufer zweier Master Of The Universe classics Figuren welche ich erst aus meinem Lagerraum holen muss, welcher zum Glück auf dem Weg liegt.

Der Inhalt des Lagers ist inzwischen so weit geschrumpft das ich es auflassen kann. Die beiden Boxen haben Platz in unserem Kellerabteil.
Am Arbeitsplatz unterhalte ich mich mit zwei Kollegen über Zukunftsaussichten. Dabei erwähne ich zum ersten Mal das ich vor drei Jahren ein Experiment in Obdachlosigkeit gemacht habe. Es ist verdammt schwer in der Stadt einen geschützten Platz zu finden an dem man Nachts ruhen kann. In dem öffentlich zugänglichen Park bei einem Altersheim habe ich eine Ecke gefunden welche einen vor den Elementen schützt und nicht gleich erkannt wird.

Der Käufer der Figuren erzählt mir von seiner Nichte; sie ist gerade auf den Geschmack gekommen und der liebe Papa und Onkel versuchen gerade alle Figuren zu bekommen.
Der Dienst ist….anstrengend. Wir betreuen eines dieser post-Rock-Lulu-Wischiwaschi Suderei nach der man sich am liebsten mit grobkörnigen Waschsand duschen möchte. Sehr viel eigenes Material ist im Einsatz und der Plan war den Abbau zu dritt zu bestreiten. Der Kollege welche den Vorschlag die Sache als Trio anzugehen gemacht hat kommt realisiert allerdings das er dann um sein Mitternachtsbier umfällt und meint er ist ohnehin schon um 20 Uhr müde geworden und würde uns nur im Weg stehen. Dabei hielt er uns vor ein paar Stunden noch einen Vortrag über zusammenhält der Arbeiterschaft an dessen Ende ich die Abstimmung der Internationalen erwartete.
Wir schaffen es zu Zweit in einer Stunde; dazu nutzen wir die aufgestauten Aggressionen der letzten Stunden. Es wird viel geflucht. Es ist befreiend, auch wenn Wut der Pfad zur dunklen Seite ist, bei 500m Kabel gemischt zwischen Powerlock und CEE drei Phasen Kabel mit 63A und 125A um ein Uhr morgens darf man schon einmal den gesellschaftlichen Filter ausschalten. Bei der Abschluss Coke (ich trinke keinen Alkohol) öffnet sich mein Kollege über eine Sache welche ihn seit kurzem wieder beschäftigt. Nach kurzer aber heftiger Krankheit hat sich in seinem Leben einiges geändert und auch wenn er sein Leben auf die neue Situation ausgerichtet hat, er vermisst menschliche Nähe. Ein Bekannter mit ähnlicher Krankengeschichte hat dazu ein Präparat bekommen und er wundert sich ob er es auch versuchen sollte. Ich sage ja. Was immer ihn glücklich macht; natürlich so lange es nicht in Konflikt mit der Gesundheit von Leib und Leben anderer steht.

Um 2:15 falle ich ins Bett.