wmdedgt 8/2017

This entry is outside the norm because it is written in my native tongue, german. It is a “What Do You Do The Whole Day?” post that is written for the fifth of every month.

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Endlich ausschlafen! Seit einer Woche bin ich wieder die meiste Zeit des Tages in meinem professionellen Leben zu finden; und nach all dem Ärger der durch die Hinterfotzigkeit meines Vorgesetzten in meiner Abwesenheit verursacht wurde war ich froh darüber einmal nicht um fünf Uhr aufstehen zu müssen um mir mit Streiten anstatt Arbeiten Geld zu verdienen.

Ausschlafen bedeutet in diesem Fall halb neun.
Die Frau ist bereits um fünf Aufgestanden und hat ein paar Kleidungsstücke meiner Großmutter geändert während sie die erste Staffel von Lucifer im Hintergrund laufen ließ. Wir lassen sie im Hintergrund während des Frühstücks weiterlaufen und mir wird bewusst wie stark die Serie sich in der zweiten Staffel veränderte, und wie viele dieser Änderungen wahrscheinlich durch Jerry Bruckheimer und die CSI Formel zustande gekommen sind. In der ersten Staffel vermittelte man noch ein Gefühl welches näher an der Comic Vorlage (Neil Gaiman’s Sandman und Mike Carey’s Lucifer, beide aus dem Vertigo Verlag) lag, ich schaue die Series noch immer gerne, aber dieser starke visuelle Kontrast mit all den glänzenden Oberflächen ließ die Szenerie wie einen Teil der Hölle wirken und man wunderte sich ob Lucifer nicht eine Unterwelt für eine andere aufgegeben hatte.

Wir sind ein wenig später als geplant bei meinen Eltern angekommen um den Geburtstag meines Bruders nachzufeiern.
Trotz des grauen Himmels und, im Gegenteil zum rest der Woche, angenehmen Temperaturen war die ältere Nichte im Pool, umgeben vom Rest der Familie. Bis auf meinen Vater, der hat sich wieder zum Grillmeister ernannt und am Mittagessen gewerkt.

Meine Mutter hat sich nach Jahren wieder einmal ein Kleid gekauft. Allerdings dürfte das so abgelaufen sein: sie hat das Kleidungsstück an einer Kleiderpuppe gesehen und dabei den doch sehr generösen Ausschnitt übersehen (mit Kleidung kaufen haben wir es in der Familie nicht so; ich kaufe deswegen alles im Internet, da fühle ich mich nicht beobachtet). Also wurde die Frau nach einer Änderung gefragt. Aber es war ein schöner Moment zu sehen das meine Mutter wieder ein wenig „auf sich schaut“; über die letzten Jahre hat sie sich nichts gegönnt.

Nach dem Mittagessen haben sich meine Großmutter und mein Bruder zurückgezogen um zusammen Father Brown zu schauen (die Version mit Ron Weasley’s Papa). Meine Großmutter wegen ehrlichem Interesse an der Serie, mein Bruder um in Ruhe einen Mittagsschlaf zu halten.
Die Frau, die Schwägerin und die ältere Nichte haben sich zum Rasten in die Wiese gelegt und ich habe ein paar Fotos von der Luke Skywalker Figur gemacht welche ich mir von der heurigen San Diego Comic-Con habe schicken lassen.

luke_1

luke_2

Wurde leider nicht besser, irgendwie bin ich gestern nicht in den Groove gekommen. Dazu kam auch noch das die ältere Nichte mich an die Fuji XT-2 erinnert hat, und ich im Hinterkopf immer die Grenzen hatte welche mir meine Ricoh GR auferlegt. Auch wenn ich die GR sehr mag weil ich ja aus der „Street Photography“ Ecke komme, die Fuji hat doch einige Blockaden aus dem Weg geräumt.

Ich habe mich also dem Gespräch der Damen angeschlossen und dabei mehr über die Probleme der Schwägerin mit ihrem Ex und dessen Erziehungsmethoden des gemeinsamen Kinds, der jüngeren Nichte, erfahren. Es hat mir wieder einmal klargemacht wie unfair es ist von Menschen welche ein Kind adoptieren möchten Standards zu verlangen während man selbst ohne diese Erfüllen zu müssen ein Kind in die Welt setzen kann. Und da nehme ich mich selbst nicht aus, vor zwei Wochen hat sich der Tumorverdacht bei meiner Frau als Verletzung der Gebärmutter herausgestellt. Und der Leibesfrucht gehts auch gut. Die Zustellung erfolgt im kommenden Frühjahr. Ich bin ja immer noch der Meinung das man mir kein Kind länger als über ein Wochenende anvertrauen sollte. Schauen wir einmal wie es ein Leben lang funktioniert.

Ein wenig Foto-Groove kam doch noch zustande als die ältere Nichte, die Frau mein Bruder und mein Vater „Wasserball“ gespielt haben. Da waren schon ein paar dramatische Momente dabei.

Abends kam die jüngere Nichte dazu und wir versuchten Kakerlakensalat und Machi Koro zu spielen. Die Runde Kakerlakensalat war recht schnell vorbei und bei Machi Koro kamen uns technische Schwierigkeiten am Computer meines Vaters dazwischen und man wollte die Partie nicht ohne mich bestreiten. Stattdessen lauschten wir den Geschichten über die Erlebnisse der jüngeren Nichte und staunten darüber wie groß unsere Beiden Mädels geworden sind. Die ältere Nichte überragt uns wahrscheinlich in einem Jahr.

Die Gruppe löste sich am frühen Abend langsam auf und nach einer letzten Runde im Pool fragte mich die Frau ob wir uns auf den Weg machen könnten weil sie Bettschwer war.

Ich habe die Fotos bearbeitet und nebenbei die dritte Voltron Staffel geschaut. Ich wusste nicht das diese in zwei Blöcken veröffentlich wird; was meiner Meinung nach das Timing ein wenig verhaut. Außerdem begräbt die Serie recht schnell eine großartige Idee, was allerdings verständlich ist weil man auch einem jüngeren Publikum gefallen möchte. Oh, und Sven ist auch mit dabei, was wahrscheinlich nur Voltron Kennern etwas sagt.
Da ich Voltron’s sieben neue Episoden gegen 22 Uhr geschafft hatte, dachte ich mir ich probiere eine Empfehlung einer Internet-Bekanntschaft aus die es nun auch bei uns auf Netflix gibt; I’ts okay, it’s love. Auch wenn ich japanische Serien und Filme mag habe ich meine Probleme mit südkoreanischer Fernsehkost. Die wirkt für meinen Geschmack zu steril. Und ich habe den Eindruck das die mit mehr als 25 Bildern pro Sekunde arbeiten weil die Personen in Bewegung unnatürlich wirken.

Als mir zum x-ten Mal die Augen zugefallen sind habe ich beschlossen es für heute bleiben zu lassen und mich zur Frau ins Bett gelegt.

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