wmdedgt 4/2017

This entry is outside the norm because it is written in my native tongue, german. It is a “What Do You Do The Whole Day?” post that is written for the fifth of every month.

Frau Brüllen fragt was wir am fünften des Monats so treiben, und hier ist meine Antwort.

Der Tag beginnt eine Stunde später als geplant. Zuerst denkt man natürlich der Fehler liegt beim Smartphone und realisiert mit zunehmendem Bewusstsein „Habe ich im Taumel Snooze oder Stop berührt?“
Die Stimmung ist vom Vortag geblieben, man ist mürrisch. Das wirkt sich wunderbar auf die Zwangsstörung und Depression aus, was die Zubereitung des spartanischen Frühstücks unnötig lang gestaltet. Während des Frühstücks sondiert man die Beute welche der RSS Sammler einem mitgebracht hat und aktualisiert den analogen Kalender; ein Traum wenn man einen neuen Sharpie „Fineliner“ hat.
Eine Dusche und geputzte Zähne verbessern die Stimmung auch nicht. Mit den 60 Minuten extra wollte ich mich wieder einmal vor die Spielestation setzen. Horizon: Zero Dawn, Persona 5 und Hyper Light Drifter stehen auf der Liste.

Als Alternative nutze ich die restliche Zeit um die Fotos der letzten Tage zu katalogisieren. Während der Sicherung des Kataloges werfe ich eine Blick auf die Preise von Adobe’s Creative Cloud und beschließe dem aktuellen Lightroom eine Chance zu geben. Der Installationsprozess und die Aktualisierung des Kataloges dauert natürlich länger als angenommen. Ich überbrücke die Wartezeit mit Musik. Ist schon eine Weile her das ich lauter hören durfte und mein Medienwiedergabegerät verwöhnt mich mit zu meiner Stimmung passenden Vibrationen: Meshuggah, Carcass, Cathedral, Big Elf, Ahab, Mayhem; aufbauende Töne.Lightroom wird mit seinen Vorgängen gerade fertig als es für mich Zeit ist mich auf den Weg zum Job zu machen. Zum Glück quittiere ich einen Wecker den ich als Erinnerung gestellt habe nicht, ich treffe später noch eine Käufer zweier Master Of The Universe classics Figuren welche ich erst aus meinem Lagerraum holen muss, welcher zum Glück auf dem Weg liegt.

Der Inhalt des Lagers ist inzwischen so weit geschrumpft das ich es auflassen kann. Die beiden Boxen haben Platz in unserem Kellerabteil.
Am Arbeitsplatz unterhalte ich mich mit zwei Kollegen über Zukunftsaussichten. Dabei erwähne ich zum ersten Mal das ich vor drei Jahren ein Experiment in Obdachlosigkeit gemacht habe. Es ist verdammt schwer in der Stadt einen geschützten Platz zu finden an dem man Nachts ruhen kann. In dem öffentlich zugänglichen Park bei einem Altersheim habe ich eine Ecke gefunden welche einen vor den Elementen schützt und nicht gleich erkannt wird.

Der Käufer der Figuren erzählt mir von seiner Nichte; sie ist gerade auf den Geschmack gekommen und der liebe Papa und Onkel versuchen gerade alle Figuren zu bekommen.
Der Dienst ist….anstrengend. Wir betreuen eines dieser post-Rock-Lulu-Wischiwaschi Suderei nach der man sich am liebsten mit grobkörnigen Waschsand duschen möchte. Sehr viel eigenes Material ist im Einsatz und der Plan war den Abbau zu dritt zu bestreiten. Der Kollege welche den Vorschlag die Sache als Trio anzugehen gemacht hat kommt realisiert allerdings das er dann um sein Mitternachtsbier umfällt und meint er ist ohnehin schon um 20 Uhr müde geworden und würde uns nur im Weg stehen. Dabei hielt er uns vor ein paar Stunden noch einen Vortrag über zusammenhält der Arbeiterschaft an dessen Ende ich die Abstimmung der Internationalen erwartete.
Wir schaffen es zu Zweit in einer Stunde; dazu nutzen wir die aufgestauten Aggressionen der letzten Stunden. Es wird viel geflucht. Es ist befreiend, auch wenn Wut der Pfad zur dunklen Seite ist, bei 500m Kabel gemischt zwischen Powerlock und CEE drei Phasen Kabel mit 63A und 125A um ein Uhr morgens darf man schon einmal den gesellschaftlichen Filter ausschalten. Bei der Abschluss Coke (ich trinke keinen Alkohol) öffnet sich mein Kollege über eine Sache welche ihn seit kurzem wieder beschäftigt. Nach kurzer aber heftiger Krankheit hat sich in seinem Leben einiges geändert und auch wenn er sein Leben auf die neue Situation ausgerichtet hat, er vermisst menschliche Nähe. Ein Bekannter mit ähnlicher Krankengeschichte hat dazu ein Präparat bekommen und er wundert sich ob er es auch versuchen sollte. Ich sage ja. Was immer ihn glücklich macht; natürlich so lange es nicht in Konflikt mit der Gesundheit von Leib und Leben anderer steht.

Um 2:15 falle ich ins Bett.

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